Zu dicke Beine: Was dagegen tun?

Schlanke und gut definierte Beine sind für viele Frauen ein wichtiger Aspekt einer schönen Figur. Leider sammeln sich gerade an den Oberschenkeln schnell lästige Fettpolster an und stören das ästhetische Bild der Silhouette. Auch Männer haben mit zu kräftigen Oberschenkeln zu kämpfen. Erste Hilfe bei diesem Problem bringen eine gesunde Ernährung und gezielte Sportübungen für die Beine.

Gründe für zu dicke Beine

Der wohl häufigste Grund für Fetteinlagerungen an den Beinen ist eine zu kalorienreiche Ernährung in Verbindung mit zu wenig Bewegung. Übergewicht zeigt sich nicht nur an Bauch und Po, sondern setzt sich auch an den Beinen ab. Eine andere Ursache kann die Einlagerung von überschüssigem Wasser sein. Dieses sorgt vor allem für dicke Waden und lässt sich durch eine gezielte Ernährung regulieren. Außerdem sind häufig genetische Vorbelastungen eine Ursache für kräftige Beine. In diesem Fall ist es besonders schwer, den lästigen Fettpolstern zu Leibe zu rücken. Wird der Umfang von Ober- und Unterschenkeln trotz Sport und einer Ernährungsumstellung nicht geringer, sollten Sie zunächst einen Arzt aufsuchen und abklären, ob nicht möglicherweise eine Erkrankung die Ursache ist.

Mit der richtigen Ernährung an den Beinen abnehmen

Wassereinlagerungen in den Beinen steigern den Umfang und lassen sie häufig dicker wirken. Das gilt besonders für die Abendstunden nach einem anstrengenden Tag. Um solche Wassereinlagerungen zu vermeiden, sollten Sie sich salzarm ernähren. Salz fördert die Einlagerung von Wasser im Gewebe. Gehen Sie daher sparsam mit Salz um und weichen Sie beim Würzen lieber auf Kräuter und andere Gewürze aus. Eine gesunde und kalorienarme Ernährung führt außerdem dazu, dass das allgemeine Körpergewicht reduziert wird und dadurch auch die Beine schlanker werden. Wer abnehmen möchte, muss lediglich darauf achten, dass die tägliche Kalorienzufuhr unter dem täglichen Kalorienbedarf liegt. Er setzt sich aus einem Grundumsatz und den verbrannten Kalorien durch körperliche Aktivitäten zusammen und kann individuell je nach Körpergröße und Gewicht berechnet werden. Besonders effektiv ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung, durch die Sie nicht in die Falle des gefürchteten Jojo-Effekts tappen. Bestenfalls unterstützen Sie diese Ernährungsumstellung durch ein regelmäßiges Sportprogramm.

Übungen für schlanke Beine

Wer schlanke Beine bekommen möchte, kann gezielt mit Sportübungen die Beinmuskulatur stärken und gleichzeitig jede Menge Kalorien verbrennen. Einen ersten Schritt in Richtung schöne, schlanke Beine unternehmen Sie durch die Änderung von Gewohnheiten im Alltag. Verzichten Sie so oft wie möglich auf Auto, Bus oder Bahn und legen Sie Entfernungen stattdessen zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurück. Auch Rolltreppen und Fahrstühle sollten Sie fortan links liegen lassen und stattdessen die Treppe nehmen. Statt einem Mittagessen in der Kantine oder am Arbeitsplatz nutzen Sie Ihre Pause für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft und haben gleich wieder Kalorien verbrannt. Bei diesen Bewegungen stärken Sie ganz nebenbei im Alltag Ihre Beinmuskulatur. Zwei bis drei Mal pro Woche legen Sie eine kurze Trainingseinheit im heimischen Garten oder Wohnzimmer ein. Zu den möglichen Übungen gehören dann zum Beispiel Kniebeugen. Ebenso effizient für schlanke Oberschenkel ist der seitliche Beinheber. Dazu legen Sie sich seitlich auf den Boden und stützen den Oberkörper auf einem Unterarm ab. Anschließend heben und senken Sie das obere Bein mehrfach und langsam.

Straffung der Oberschenkel

Wenn Sie viel Gewicht verloren haben, sind die Beine zwar schlanker, die überschüssige Haut bildet sich in einigen Fällen jedoch kaum oder gar nicht zurück. Das betrifft vor allem Personen, die viel Körpergewicht verloren oder ein gewisses Alter erreicht haben. Für die Rückbildung der Haut spielen zum Beispiel die Elastizität und die Qualität des Bindegewebes eine wichtige Rolle. Lästige Hautfalten an den Beinen lassen sich auch mit viel Sport nicht in jedem Fall wegtrainieren. Hier kann eine Oberschenkelstraffung helfen. Bei diesem operativen Eingriff wird überschüssige Haut an den Ober- und Unterschenkeln entfernt und die verbliebene Haut anschließend gestrafft. Da es sich hierbei um einen chirurgischen Eingriff handelt, müssen Sie eine mehrwöchige Genesungszeit einplanen. Zudem bleiben nach der Straffung Narben zurück, die nur schrittweise verheilen und auch nach vielen Monaten noch dezent sichtbar sind. Trotzdem ist die Straffung der Oberschenkel nach einem starken Gewichtsverlust oft der einzige Weg, um schlanke und schöne Beine zu erzielen.

Fettabsaugen für einen geringeren Beinumfang

Gelingt das Abnehmen an den Beinen trotz Sport und einer bewussten Ernährung nicht oder die Erfolge sind nur gering, kann eine Fettabsaugung an den Beinen helfen. Hierbei wird das überschüssige Fett sowohl an Oberschenkeln als auch an den Waden abgesaugt, wodurch sich der Beinumfang deutlich reduziert. Wie auch schon bei der Hautstraffung handelt es sich bei einer Absaugung um einen operativen Eingriff. Anschließend bleiben Wunden zurück, die zunächst heilen müssen. Auch kleine Narben bleiben nach dem Eingriff sichtbar. Sie müssen damit rechnen, dass die vollständige Heilung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Danach sind die Schwellungen und Blutergüsse zurückgegangen und die Narben beginnen zu heilen. Sollte bei dem Eingriff viel Fett abgesaugt werden, kann eine gleichzeitige Straffung der Haut sinnvoll sein, um einen weiteren Eingriff zu vermeiden.

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