Die Beine und der Po gehören zur Problemzone schlechthin. Nicht nur haben viele Frauen mit zu dicken Oberschenkeln zu kämpfen, sondern es gibt noch die Cellulite, die auch unter dem Begriff Orangenhaut bekannt ist. Sie sorgt für unschöne Dellen an den Oberschenkeln und im Bereich des Pos.

Orangenhaut: lästig und unästhetisch

Von Cellulite spricht man, wenn sich an beiden Beinen (an den Außenseiten der Oberschenkel) oder am Po die Haut unschön wellt und Einbuchtungen aufweist. Diese “Knubbel” sind nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar. Wie überschüssiges Oberschenkelfett wird die Orangenhaut als Makel angesehen und macht den Betroffenen das Leben schwer. Sie trauen sich kaum ins Schwimmbad oder an den Strand, meiden kurze Hosen, Kleider und Röcke und scheuen sich davor, dem Partner nackt zu zeigen. Im Ernstfall leiden die Lebensqualität und das Sexualleben der Frauen darunter oder die Cellulite stellt eine psychische Belastung dar und sorgt auf Dauer dafür, dass die Betroffene sich vom Sozialleben mehr und mehr zurückzieht. Was lässt sich dagegen unternehmen – und wieso leiden Frauen überhaupt unter diesem Problem?

Ursachen von Cellulite

Unter Orangenhaut leiden Frauen unabhängig vom Alter und von ihrem Körperbau. Was hat es damit auf sich und welche Faktoren spielen eine Rolle?

  • Erbliche Veranlagung:
    Die meisten Frauen leiden unter einer Veranlagung zur Orangenhaut. Ein Blick auf die Oberschenkel der Mutter gibt also Aufschluss darüber, ob man selbst bald betroffen sein wird und rechtzeitig vorsorgen sollte.
  • Labiles Bindegewebe:
    Frauen verfügen über ein weitaus dehnbareres Bindegewebe als Männer, wofür das weibliche Geschlechtshormon Östrogen verantwortlich ist. Das hat seinen Vorteil, denn es ist für die Schwangerschaft wichtig, doch leider bedeutet es gleichzeitig, dass die Fettzellen es leicht haben, sich durch die parallel verlaufenden Bindegewebsstreifen zu drücken.
  • Fettleibigkeit:
    Es gibt zwar keine direkte Verbindung zwischen Übergewicht und Cellulite, doch sind mehr Fettzellen vorhanden, erhöht dies durchaus das Risiko, dass diese sich an den Oberschenkeln und am Po ansammeln und für gedellte Haut sorgen. Nimmt man zudem Medikamente ein, welche die Bildung von Fettzellen fördern – beispielsweise Verhütungsmittel wie die Pille mit Östrogen könnte man Übergewicht und verstärkte Cellulite befürchten. Man sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass schlanke Frauen ebenso unter Cellulite leiden.
  • Fortschreitendes Alter:
    Je älter wir werden, desto schlaffer wird unsere Haut, weil sie nicht mehr genug Elastan und Kollagen produziert. Muskeln werden abgebaut und durch Fettzellen ersetzt. Je dehnbarer dadurch das Bindegewebe wird, desto höher sind die Chancen auf Orangenhaut. Wichtig: Dies ist keine wirklich Ursache von Cellulite; vielmehr wird eine bereits vorhandene Cellulite hierdurch verstärkt. Hatte man jedoch in jüngeren Jahren keine Orangenhaut, wird sich diese im Alter nicht oder nur gering einstellen.

Manchmal spielen mehrere Faktoren zusammen, um die Cellulite zu begünstigen oder zu verstärken, doch es läuft alles auf das labile Bindegewebe hinaus.

Cellulite am Po und den Oberschenkeln: Was tun?

Abnehmen: Es mag aushelfen, wenn man das Gewicht reduziert oder von Haus aus auf ein gesundes, angemessenes Gewicht achtet, denn so sind allgemein weniger Fettzellen vorhanden, die durchdringen können. Ein BMI von 18-25 gilt als normalgewichtig. Nicht vergessen: Selbst wer schlank ist oder schlanker wird, kann nicht beeinflussen, wo das Fettgewebe vorhanden ist oder reduziert wird. Auch bedeutet ein Gewichtsverlust nicht automatisch straffe Haut.

Massagen und Peelings: Es empfiehlt sich, der gedellten Haut mit Peelings und Massagen den Kampf anzusagen. Diese fördern die Durchblutung und können das Bindegewebe straffen, indem sie die Fettverbrennung ankurbeln. Am besten verwendet man Massagebürsten und widmet den Oberschenkeln und dem Po täglich mehrere Minuten. Bei Wasserablagerungen in den Beinen hilft eine Lymphdrainage. Algenbäder und Salzbäder entfalten eine ähnliche Wirkung, da sie den Stoffwechsel aktivieren. Auch sie sollten regelmäßig angewendet werden, um zumindest eine kleine Verbesserung zu beobachten. Wechselduschen (abwechselnd warmes und kaltes Wasser) fördern in geringer Weise ebenfalls die Durchblutung.

Cremes: Es gibt eine Reihe von Pflegeprodukten, die gegen Cellulite helfen sollen. Manche der Cremes enthalten männliche Hormone (Androgene), um dem Östrogen entgegenzuwirken. Sie machen das Hautgewebe stabiler – aber eine Garantie hierfür gibt es nicht. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass die Wirkstoffe der Anti-Cellulite-Cremes meist nicht tief genug eindringen, um einen wirklichen Effekt auszuüben. Wenn man diese Methode dennoch ausprobieren möchte, empfehlen sich Cremes gegen Orangenhaut, die auf eine Kombination aus Koffein und Liposomen setzen. Sie können im Idealfall das Fettgewebe schmelzen lassen und die Dellen mindern oder beseitigen.

Ausreichend Bewegung: Verbunden mit dem Gewichtsverlust und einer gesunden Ernährung ist der Sport. Alles, was die Bein- sowie die Pomuskeln stärkt und die Fettverbrennung ankurbelt, ist zu empfehlen, darunter Fahrradfahren, Schwimmen, Tanzen und Joggen. Mischt man Krafttraining und Ausdauersport, erzielt man die besten Ergebnisse.

Übungen gegen Cellulite: Yoga und Gymnastik sowie das Fitnesstraining umfassen diverse Übungen zum Muskelaufbau und zur Straffung der Oberschenkel. Eine geeignete Übung für straffe Oberschenkel sind die klassischen Kniebeugen. Ebenso bieten sich Übungen (auf dem Rücken liegend) an, bei denen die Gesäß- und Beinmuskeln angespannt werden. Alternativ begibt man sich auf alle Viere, streckt ein Bein nach hinten und senkt und hebt es langsam beim Ein- und Ausatmen. Wer viel im Sitzen arbeitet, hat die Möglichkeit, gezielt die Pomuskeln und Beinmuskeln anzuspannen und zu lockern.

Die richtige Kleidung: Um über die Dellen hinwegzutäuschen, sind ausreichend lange Röcke, Kleider und Hosen wichtig. Dunkle Farben und unauffällige Muster sind von Vorteil. Alternativ lenkt man durch auffällige Oberteile den Blick von den Beinen ab. Badeanzüge im Vintage-Stil bedecken den gesamten Po und einen Teil der Oberschenkel und ermöglichen wieder Freude am Schwimmen. Shapewear kann unter der Kleidung getragen werden und die Haut optisch straffen. Ein Tipp: Der Verzicht auf das regelmäßige Tragen von High Heels hilft. Schuhe mit hohem Absatz behindern die Durchblutung der Beine und drosseln den Lymphfluss, was eine vorhandene Cellulite verstärken kann.

Sollte das alles nicht helfen und leiden Sie unter den Einschränkungen, die durch die Orangenhaut entstehen, dann können Sie sich für eine Schönheitsoperation entscheiden. Der hochqualifizierte Ästhetische Plastische Chirurg Dr. Mathew Muringaseril nimmt sich Ihnen an und berät Sie im Hinblick auf die Oberschenkelstraffung. Er findet eine Lösung, die zu Ihnen passt und klärt Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch in Reutlingen über den Eingriff auf. Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Oberschenkelstraffung.

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