Der Busen ist für eine Frau nicht einfach nur ein Zeichen ihrer Weiblichkeit, sondern auch ein Faktor, der sich auf das Selbstbewusstsein auswirkt. Ist der Busen zu klein, zu groß oder hängt er herab, dann fühlt sich Frau unwohl in ihrer Haut und kann auf lange Sicht sogar an Selbstwertgefühl verlieren. Wenn Brüste hängen, liegt das oft an einem schlaffen Bindegewebe, das durch Gewichtsverlust oder aufgrund von Hautalterung verursacht wurde. Hängebrüste stellen eine ernst zu nehmende seelische Belastung für Frauen dar. Was können sie gegen Hängebrüste tun? Es gibt Übungen für einen straffen Busen, die dabei helfen, die Brustmuskulatur aufzubauen und zu stärken.

Übung 1: imaginäres Holzhacken

Die Bewegung, die man beim Holzhacken ausübt, trainiert den Busen und gleichzeitig auch die Oberarme, an denen zum Teil ebenfalls Haut herabhängt. Hierfür nimmt man eine Hantel oder eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche in beide Hände und hält die Arme über den Kopf. Dann vollführt man mit Schwung eine Armbewegung nach unten, als wolle man Holz spalten.

Übung 2: Liegestütze

Der Klassiker, um eine ganze Reihe von Körperregionen zu trainieren, sind Liegestütze. Auch die Brustmuskeln lassen sich damit stärken. Wer will, verändert den Schwierigkeitsgrad durch das Abstützen der Beine auf einer erhöhten Oberfläche oder führt die Arme näher zusammen. Der gerade Körper wird langsam abgesenkt und dann mit der Kraft der Arme wieder hochgestemmt. Es bietet sich an, die Liegestütze so oft zu wiederholen, bis ein Brennen in den Muskeln zu spüren ist. Trainiert wird sowohl der obere als auch der untere Brustmuskel.

Übung 3: Hände drücken / Brustpressen

Diese Übung stärkt sowohl die Armmuskulatur als auch die Brustmuskulatur. Man hebt die Arme und faltet die Hände mit den Fingerspitzen nach oben vor der Brust, wobei man aufrecht steht und die Beine etwa hüftbreit abstellt. Nun presst man die Handflächen so stark wie möglich gegeneinander und hält diese Position rund eine halbe Minute, ohne dabei den Atem anzuhalten. Die Brustpressen dienen der Stärkung der unteren Brustmuskeln.

Übung 4: Schmetterling

Zum Brustmuskeltraining eignet sich auch diese Übung, die der Ruderbewegung beim Sport oder dem Flattern von Schmetterlingsflügeln ähnelt. Man steht hierfür aufrecht und nimmt eine Hantel oder ein Gewicht in jede Hand. Die Ellbogen befinden sich im rechten Winkel zum Körper in Schulterhöhe. Nun winkelt man die Arme gleichzeitig an und führt die Hände zur Brust zusammen. Bei dieser Ruderbewegung werden die Schultern nach hinten gezogen, was sonst bei Übungen nur schwer zu erzielen ist. Alternativ liegt man mit dem Bauch auf einem Stuhl und führt die Arme (im 90-Grad-Winkel) wie beim Rudern seitlich nach hinten.

Übung 5: Schwimmen (Kraulen)

Wer kann, der geht regelmäßig ins Schwimmbad und krault, denn die intensive Bewegung von Armen und Brustkörper wirkt beinahe Wunder auf die Brustmuskulatur. Der Wasserdruck hilft zusätzlich beim Brustmuskeltraining. Schafft man es nicht immer, schwimmen zu gehen oder will zu Hause trainieren, dann ist Schwimmen auf dem Trockenen eine gute Idee. Man legt sich bei der Trockenschwimmübung auf den Bauch und hebt den Oberkörper leicht, bevor man die typischen Kraulbewegungen der Arme simuliert.

Ursachen von Hängebrüsten

Hängebrüste haben in vielen Fällen starken Gewichtsverlust als Ursache – beispielsweise nach einer Schwangerschaft oder dem Stillen. Zwar werden die Fettzellen abgebaut, doch die überschüssige Haut, die gedehnt wurde, bleibt zurück. Aufgrund der Schwerkraft hängt dann der Busen samt Brustwarzen herunter. Das voranschreitende Alter kann ebenfalls ein Grund für Hängebusen sein, da weniger Kollagen und Elastan gebildet sowie Bindegewebe und Fettgewebe abgebaut werden. Das führt wiederum zu einer weniger straffen und elastischen Haut, wodurch die Brüste nach unten gezogen werden.

Im Grunde handelt es sich bei Hängebrüsten um ein rein ästhetisches Problem, doch einige Patientinnen leiden unter starker Schweißbildung unter den Hautlappen, wodurch Hautirritationen und Infektionen entstehen.

Hängebrust vorbeugen

Wer von einer Hängebrust betroffen ist, trägt meist Sport-BHs oder Push-ups sowie Oberbekleidung, die diese kaschiert. Es ist durchaus wichtig, dem Busen genug Halt zu geben, damit er im Laufe der Zeit nicht immer weiter herunterhängt und das Gewebe gestützt wird. Andernfalls könnte er beim Sport Schmerzen verursachen oder die Bewegungsfreiheit einschränken. Auch sollten Betroffene ihre Brustmuskeln trainieren, um eine straffere Form zu erhalten. Dieser Muskelaufbau ist genauso wichtig wie eine aufrechte Haltung des Oberkörpers sowie Massagen und Pflegeprodukte. Letztere regen die Durchblutung an und können dadurch die Haut straffen. Möchte man Hängebrüsten vorbeugen, empfiehlt sich auch eine gesunde Ernährung, um die Haut mit den nötigen Vitaminen zu versorgen. Fisch, Gemüse und Obst in großen Mengen können den natürlichen Alterungsprozess etwas verlangsamen und die Zellen schützen. All diese Methoden bieten jedoch meist nur einen geringfügigen oder kurzfristigen Erfolg.

Die operative Lösung gegen Hängebrüste

Als Alternative zu den Hausmitteln empfiehlt sich zur Bekämpfung von Hängebrüsten die Bruststraffung, die je nach Ausgangssituation und Wunsch ohne oder mit Brustvergrößerung möglich ist. Hierbei setzt der behandelnde Arzt strategische Schnitte, um die Brustwarze und das Drüsengewebe nach oben zu versetzen sowie die Brüste neu zu modellieren und zu fixieren. Bei dem Eingriff unter Vollnarkose können ebenfalls Brustimplantate eingesetzt werden, um mehr Volumen zu erhalten. Die Stillfähigkeit wird dadurch im Normalfall nicht beeinträchtigt. Wichtig ist es, sich in seriöse Hände zu begeben. Ich habe mich auf diese Behandlung spezialisiert und sie schon hunderte Male durchgeführt. Nicht nur berate ich meine Patientinnen vor der OP ausführlich und ermittle die passende Methode, sondern ich gehe auch auf ihre Wunschvorstellungen ein und achte auf ein schönes, natürliches Ergebnis mit langanhaltender Wirkung.

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