Wohl kaum jemand möchte einen müden, schlaffen oder traurigen bis mürrischen Eindruck hinterlassen. Aber genau diesen Effekt können dunkle Ringe unter den Augen hervorrufen. Tränensäcke fallen sofort auf, wobei relativ viele Frauen und Männer davon betroffen sind. In der Augenpartie fehlt es an festem Bindegewebe und Unterhaut, sodass sich z.B. Schlafmangel oder Alkoholkonsum deutlich bemerkbar machen. Manchmal sind die dunklen Stellen unter den Augen veranlagungsbedingt oder die Lider (vor allem die Unterlider) schwellen krankheitsbedingt an. Was kann man gegen Tränensäcke und Augenringe tun?

Tipp 1: Die Augenpartie kühlen

Gegen die Schwellung der Lider und die dunklen Augenringe hilft ein Kühlen der Augenpartie. Hierbei kommen z.B. Gurkenscheiben, im Kühlschrank aufbewahrte Teebeutel (schwarzer Tee oder grüner Tee) oder kühlende Gels und Salben sowie Pads für eben diese Verwendung zum Einsatz. Gekühlte Kartoffelscheiben, 20 Minuten auf die Augenpartie gelegt, sollen aufgrund des Wirkstoffes Catecholase der Hautpflege dienen. Kalte Kompressen mit Meersalz oder Masken wie eine Quarkmaske kühlen ebenfalls. Die Quarkmaske sollte bis zu 30 Minuten einwirken und dann abgewaschen oder feucht abgewischt werden. Eispackungen oder das Auflegen eines gekühlten Teelöffels am Morgen und am Abend erzielen eine ähnliche Wirkung.

Tipp 2: Die richtige Hautpflege

Es gibt Hautpflegeprodukte, die für mehr Straffheit sorgen sollen – darunter auch Augencremes, die als Tages- und Nachtcremes erhältlich sind und die Tränensäcke mindern können. Besonders empfehlenswert sind Nachtcremes, denn die Hautzellen regenerieren sich über Nacht schneller als tagsüber. Experten raten zu Hautcremes und Pflegeprodukten mit Wirkstoffen aus der Natur, die nicht zusätzlich die Haut reizen. Schwach harnstoffhaltige Salben beispielsweise können den Wasseranteil in der oberen Hautschicht erhöhen und die Haut flexibler machen. Hyaluronsäure dient ebenfalls der Hautstraffung und verhilft speziell reifer, beanspruchter Haut – die nicht mehr genug Feuchtigkeit bindet und nicht ausreichend Kollagen bildet – zu etwas mehr Kraft und Flexibilität. Sind die Salben und Cremes reich an Vitamin E oder beinhalten sie fettige Subtanzen wie Sesamöl, Nussöl oder Weizenkeimöl, ist dies ebenso von Vorteil.

Tipp 3: Massagen

Wer die Augenpartie massiert, regt die Durchblutung an und kann ebenfalls Schwellungen lindern sowie die Haut etwas straffen. Es empfiehlt sich, die Massagen mit dem Auftragen von Pflegeprodukten oder Ölen zu kombinieren. Eine Massagetechnik, die sich angeblich einen Energiepunkt zunutze macht, sieht vor, dass man Zeige- und Mittelfinger an beiden Seiten der Nase auf die Wangen legt (rund 2,5 cm unter den Augen) und drückt sowie massiert, um die Augenringe zu reduzieren. Die von einer ausgebildeten Fachkraft durchgeführte Akkupressur geht ähnlich vor.

Tipp 4: Wasseransammlungen vermeiden

Manchmal ist die Ursache für Tränensäcke ein Lymphstau bzw. eine Wasseransammlung. Vorbeugen und dagegen kämpfen kann man mit der Einnahme von ausreichend Flüssigkeit und regelmäßigem Sport. Manche empfehlen das Springen auf dem Trampolin oder das Seilhüpfen, andere wiederum raten zu Lymphdrainagen an der Augenpartie.

Tipp 5: Gesünder leben

Manchmal helfen schon einige kleinere Veränderungen des Lebenswandels dabei, Augenringe und Tränensäcke zu bekämpfen. Wer den Konsum von Alkohol und Nikotin reduziert oder aufgibt, ist auf dem richtigen Weg. Auch hilft es, zwischendurch wenn möglich kurze Powernaps zu machen, um den Augen und dem Körper eine kleine Auszeit zu gönnen. Genügend Schlaf – je nach Situation und eigenem Bedarf mindestens sieben Stunden am Tag – kann die Bildung von Tränensäcken verhindern.

Bonus-Tipp:

Sollten all diese Hausmittel nicht helfen, ist es u.a. möglich, sich für eine operative Augenlidkorrektur zu entscheiden. Ich führe schon seit Jahren zuverlässig Unterlidkorrekturen durch, um damit Tränensäcke dauerhaft zu beseitigen, wenn sie beispielsweise genetisch veranlagt und sehr deutlich ausgeprägt sind. Das Ziel ist es, dass meine Patienten und Patientinnen sich dank der OP wieder wohl in ihrem Körper fühlen, sich attraktiver vorkommen und mehr Freude am Leben haben. Selbstverständlich werden Sie vor dem Eingriff persönlich beraten.

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